5. März: Europäischer Tag des Geodäten

Donnerstag, 01. März 2012

Zum 500. Mal jährt sich der Geburtstag von Gerardus Mercator. Der wohl berühmteste Kartograf ist Vorläufer der Geodäten und für die moderne Geodäsie noch immer bedeutend.

The Coucil of European Geodetic Surveyors hat den runden Geburtstag von Mercator zum „Tag des Europäischen Geodäten“ ausgerufen. Neben verschiedenen Weltkarten und Globen erlangte der Kartograf 1569 mit seiner großen Weltkarte (Nova et aucta orbis terrae descriptio ad usum navigantium) Weltruhm. Dafür entwickelte er, vor allem zu Navigationszwecken, die sogenannte „Mercator-Projektion“. Mit dieser konnte erstmals ein gesteuerter Kurs als Gerade eingezeichnet werden, da die Karte in normaler Lage zur Abbildungsfläche dargestellt war.

Gerardus Mercator

Gerhard de Kremer stammt aus einer Schusterfamilie in Flandern. Bislang vorwiegend als Kartograf und Globenhersteller bekannt, war Mercator im 16. Jahrhundert jedoch vor allem auch als Kosmograf, Theologe und Philosoph bis in die arabisch-islamische Welt hinein von großer Bedeutung.

Die Mercator-Projektionen sind noch heute wegen ihrer Winkeltreue für die Seefahrt und Luftfahrt wichtig und finden insbesondere im Vermessungswesen und in der Geoinformation ihre Anwendung. Für kleinräumige Karten oder als Grundlage vieler Landesvermessungen, findet die transversale Mercatorprojektion in Form von Gauß-Krüger-Projektion, oder der UTM-Projektion in großem Umfang Anwendung. Sogar Karten-Projekte im Internet, wie Google Maps oder OpenStreetMap u.a. nutzen für zweidimensionale Darstellungen vorzugsweise die Mercator-Projektion.

Veranstaltungen europaweit, gedenken dieses Vorläufers aller Geodäten…

Landkarte von Mercator

Oben: Europakarte von G. Mercator von 1589 © Wikipedia


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